Was ist eigentlich eine Garde?

Als der Straßenkarneval um 1820 wiederauflebte, gründeten sich erste Karnevalsgarden. In historischen Uniformen nahmen Garden das Militär aufs Korn. Sie waren eine Persiflage auf das Militär. Deswegen kleidet sich ein Gardist typischer Weise noch heute in einer detailgetreuen Nachbildung einer Militäruniform, die so zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert getragen wurde.

Auch in ihrer Organisation orientieren sich Garden übrigens an dem historischen Militär-Vorbild. So gibt es auch in der Dawerkuser Altstadtgarde einen Kommandanten und einen Zeugwart. Neben lustigen Militärtänzen gehört auch die Parodie militärischer Rituale zum Programm einer Garde. Jeder kennt das bekannte "Stippeföttche", bei dem zwei Gardisten ihre Hintern aneinander reiben.

Eine Garde begeleitet – wie in Dawerkusen – meist das Dreigestirn zu ihren Auftritten und sorgt mit seiner Anwesenheit ebenfalls für gute Stimmung beim Sitzungskarneval. Höhepunkt für eine Garde stellt meist der Rosenmontagszug dar. Größere Garden nehmen daran mit Musikkorps, Tanzgarden und sogar eigenen Reitern teil. Mit Wurfmaterial (und vielleicht ein paar erfrischenden Getränken) wird die Garde unterwegs übrigens von der „Feldapotheke“ versorgt. So nennen die Gardisten liebevoll ihren Begleitwagen.

Übrigens: eine der ersten Garden waren die „Kölner Funken“. Damit nicht genug: Seit 2007 sind die Kölner Rote Funken weltweit der erste nach der internationalen Qualitätsnorm ISO 9001:2000 zertifizierte Karnevalsverein.

Quellenhinweis: www.wikipedia.de

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